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herzlich willkommen auf meinem livejournal!


ich bin aktuell dabei, alle meine alten geschichten, die an anderen orten im internet (lies: vor allem auf der website der hölle) existieren, in dieses journal zu übertragen.


sofern mir dabei tippfehler und kleinere ungereimtheiten auffallen, korrigiere ich diese sofort. langfristig plane ich, alles noch etwas gründlicher zu überarbeiten, da ich meine geschichten gern (für mich) als buch drucken lassen möchte. bis dahin finden sich hier möglicherweise schreibfehler oder seltsame formulierungen, immerhin sind einige dieser geschichten mittlerweile knapp acht jahre alt.


neue geschichten bekommen content notes, so gut ich kann.


viel spaß, falls sich jemals irgendwer hierhin verläuft und gerne in meiner schreiberischen vergangenheit lesen mag. oder viel spaß an mich selbst, falls ich in noch mal sieben jahren wieder hierüber stolpere.

make it meta

schreibe ich wirklich
gedichte oder
reihe ich einfach worte wahllos
aneinander & streue
zeilenumbrüche dazwischen
als gehörten sie dorthin

es ist
auch nur eine andere frage
der perspektive

imposter but make it meta

drifting

thinking about how I
like the romance of it all as if
I understand
any of it

they like your hair &
looking at you &
the way you say their name as if they’re somewhat annoying
- slash -
one of your favourite people


thinking about how the romance of it
all feels
inside

they like your laugh &
looking at you &
the way you hold their hand as if you want to stop them from running away
- slash -
both of you from drifting


thinking about how any of it
might
(feel if it were real)

might just be something
(- slash -)
anything
(- slash -)
performative

w/ you

i never know w/ you
hast du gesagt & wäre ich
ehrlich gewesen hätte ich
vielleicht
ein bisschen gelacht, mit den Schultern gezuckt und gesagt me either
(these days I‘m excellent at overthinking)
aber wahrscheinlich habe ich einfach

nichts
gesagt; i never know w/ you
& irgendwo dort endet meine Erinnerung

sometimes you‘re difficult
denke ich
hast du gesagt
vielleicht auch
nicht(s)



unfinished thoughts of ghosts and rain

Ich übe die Worte, die ich nie vor anderen ausspreche
etwas, das ich mir zu schreiben können wünsche
funny how you can put more than one verb after another and it still makes sense; somehow at least

Worte sind meine Zuflucht; schützend, zumindest hoffe ich darauf
ich verliere mich darin und doch kann ich sie nicht greifen, (durchsichtig), nicht richtig erkennen
wie eine Armee aus Geistern, nicht ganz da, nicht ganz weg

not a poem but just
words floating around in my
brain like ghosts that have lost their connection to the ground
underneath my feet

i practice the words in a dark room, eyes closed, lying on my back
you fell asleep hours ago but still
sometimes I can hear murmured words as if they were an answer to my screaming thoughts
maybe you’re talking in your sleep, maybe it is another ghost
maybe our dreams are like that, maybe they are
ghosts; maybe we are dreaming
are we?

das unregelmäßige Regenprasseln auf den Fensterscheiben, laut-leise, auf irgendeine Art ist es passend zu allem, was heute in mir vorgeht
auf irgendeine Art, die ich nicht in Worte fassen kann, gibt es Stimmen, Töne und Melodien, die irgendwie dazugehören, zu diesen Gedanken, zu diesen Gefühlen, zu dieser Existenz und zu diesem Bedürfnis, Buchstaben aufs Papier zu bringen
(und dabei singen)
aber dieses Gefühl ist so unzusammenhängend und undurchdringbar, ein Rätsel
nur, dass die Lösung noch nicht erfunden wurde, gleichzeitig
nichts und alles auf einmal

sometimes I hope for clarity
while typing words into a document of thoughts that I couldn’t stomach on my own
(vielleicht sollte ich es einfach Tagebuch nennen)
I tried swallowing but in the end black lines on white were easier to manage

maybe these are feelings, maybe it is a work in-slash-on progress
maybe you are awake and talking to me
tell me about them



mostly alright

we dream of falling in love
with the smell of
spring and freshly-cut grass
birds chirp

i fell in love
with summer and petrichor and
her voice

we dream of leaving
this place
and the worst parts of the past
behind

i left
the house and walked
for a long time and
i smiled

birds chirp, the air smells like rain
and she takes my hand
in hers and
everything feels mostly alright

to dream

i wish
i was
taking my first step on an alien planet
and looking at the sky that
i imagine
to be so different and yet
the same

i hope
there will always be
time and space
to dream
about
time and space

i fear
i might lose
it/someone/myself
to all that has happened
is and will be happening
maybe; a necessary part to life
i wonder

du fragst dich, ob

Und du liegst abends im Dunkeln und fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, den es in deiner Welt nicht gibt oder, besser gesagt noch, der in deiner Welt in Südwales liegt und vielleicht gerade genug Norwegisches an sich hat, um ihn dort zu vermuten, aber nicht besonders den Eindruck erweckt, er wäre ein Ort, an dem es einen letzten Spalt im Universum gäbe, der kurz davor war sich zu schließen.

Und du liegst abends im Dunkeln und fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, zu dem sie den Rufen gefolgt war - sie war so sicher, dass es kein Traum war, und natürlich haben Mickey und ihre Eltern ihr vertraut, oder vielleicht haben sie sich nur ebenso sehr gewünscht, dass das Rufen echt war, dass er irgendwie zurückgekommen war, weil sie Rose einfach nicht mehr wiedererkannten.

Und du liegst abends im Dunkeln und fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, als er auftauchte, durchsichtig und so weit weg, obwohl er da direkt vor ihr stand, und trotzdem doch wie immer; dieses Lächeln und die Haare, die manchmal in alle Richtungen stehen.

Und du liegst abends im Dunkeln und fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, ob dieses seltsame, neue, ungewohnte Gefühl mit irgendetwas vergleichbar ist, ob du nicht nur wieder übertreibst und dramatisch bist, wo es nicht nötig wäre; immerhin hast du nicht gerade die Welt vor einer Armee aus Geistern und der tödlichsten Spezies des Universums gerettet und dabei deinen Lebensinhalt verloren.

Und du liegst abends im Dunkeln und fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, in einem Universum, das ihrem eigenen so ähnlich war und doch so anders, ein Universum, in dem sie nie existiert hat, aber in dem ihr Vater noch am Leben war; ein Universum, das sich so vertraut anfühlt, und in dem sie die Gelegenheit hat, ihren Vater besser kennenzulernen, mehr als in den Stunden vor seinem Tod und mehr als dieses eine Mal, als sie versehentlich im London mit den Zeppelinen gelandet ist; aber auch ein Universum, in dem er nie existiert hat, nicht existiert, in dem sie ein Leben führt, das so anders ist als vorher, vor dem lebenden Plastik, vor Captain Jack, vor Satellite 5, vor den Aliens im britischen Regierungsviertel, vor dem Werwolf und vor all den anderen schrecklichen und wundervollen, vor allem das, Dingen, die das Universum so zu bieten hat.

Und du fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen am Strand, in einer Welt, in der alles irgendwie ist wie vorher und irgendwie überhaupt nicht und alles völlig anders, ein bisschen, als ob der Weltuntergang noch nicht zu Ende ist, als ob er noch bevorsteht; aber immerhin, in deiner Welt muss niemand ganze Sonnen verbrennen, um mit jemandem zu sprechen, aber das ist wohl nur für Kommunikation zwischen zwei Universen nötig, und die gibt es ja schließlich so nicht - oder?

(Und du erinnerst dich, dass Rose, irgendwann, nachdem alles vorbei ist, sie ist härter geworden, und doch hat sie immer auf ihn gewartet, du erinnerst dich, dass sie irgendwann seine Hand hält und es ist anders als sie es sich vorgestellt hat, er ist anders, menschlicher, hat nur ein Herz und wenn sie wollen, können gemeinsam alt werden, er ist nicht der, nach dem sie so lange gesucht hat, aber vielleicht ist es okay, wenn alles ein bisschen anders ist, als sie es sich vorgestellt hat.)

Und du fragst dich, ob das ist, wie Rose Tyler sich gefühlt hat, dort in Norwegen, als sie zum ersten Mal an diesem Strand ankam.


____

Was dabei herauskommt, wenn ich nachts gegen Mitternacht plötzlich an die Doomsday-Szene am Strand denke und mein Gehirn "social distancing doctor who edition" im Kopf hat. Ein bisschen ist es ein "Wie oft kann ich einen Satz anfangen und ihn anders enden lassen"-Experiment, I guess.